Hautarztpraxis Mortazawi
Hautarztpraxis Mortazawi

Therapie eingewachsener Zehennägel in Ihrer Hautarztpraxis in Remscheid Lennep

Schonende Operation beim Spezialisten mittels Phenolkaustik

 

Eingewachsene Nägel entstehen meist infolge eines chronischen Drucktraumas durch zu kleine, enge oder schlecht sitzende Schuhe. Aber es gibt sicherlich auch eine genetische Veranlagung dazu. Viele Menschen schneiden ihre Zehennägel fälschlicherweise rund und nicht gerade, auch dadurch können eingewachsene Zehennägel entstehen. Der Nagelrand schiebt sich durch den Druck der Schuhe in das Nagelbett. Diese Hautreizung verursacht dann eine schmerzhafte Entzündung (meist bakteriell), und es bildet sich sogenanntes Granulationsgewebe, im Volksmund auch "Wildes Fleisch" genannt. Dieses wächst über den Nagelrand, um die Wunde zu verschließen und der Nagel dringt noch tiefer in das Nagelbett ein. Diese Nagelerkrankung ist sowohl bei Männern, als auch bei Frauen und vom Säuglings- bis zum Greisenalter zu finden.

 

Welche Alternativen zur Operation gibt es?

 

Die oftmals empfohlenen Hausmittel helfen leider nur in leichten Fällen. Der eingewachsene Fußnagel ist meistens an beiden Großzehen vorzufinden, weniger häufig sind die Kleinzehen oder die Fingernägel betroffen. Stellungsanomalien der Füße, teils genetisch bedingt und vererbbar, können auch ursächlich beteiligt sein. Bei gängigen und eher leicht eingewachsenen Nägeln kann zunächst eine konservative Therapie durch den Podologen (med. Fußpflege) versucht werden. In diesen Fällen kann man das freie Nagelende am Sulcus unterpolstern, um ein künftiges Einwachsen zu verhindern. Als konservative Therapieoptionen existieren unterschiedliche Systeme, die den einzelnen Nagel mithilfe von Schienen, Spangen, Baumwollstreifen und Röhrchen ein wenig anheben und somit das Einwachsen verhindern. Zudem können Fußbäder und antiseptische Verbände die Entzündung minimieren bzw. auch verhindern. Falls der Nagel chronisch eingewachsen ist, genügen konservative Maßnahmen nicht mehr und häufig ist eine Operation unumgänglich. Solange die Ursache, also die Nagelecke (ob klein oder größer, spielt hier keine Rolle mehr), nicht zur Wurzeltiefe entfernt ist, wird das Problem weiter bestehen.

 

Alte Methoden

 

Leider werden auch heute noch extrem schmerzhafte Operationen zur chirurgischen Nagel­bettverkleinerung (z.B. die Emmert-Plastik oder Nagelextraktion) angeboten. Bei der Emmert-Plastik wird unter lokaler Betäubung das Hautareals der betreffende Fußnagel bis auf den Knochen aus­geschnitten und ein Teil des Nagelbetts, aus dem der Nagel nachwächst (Nagelmatrix) durch herausschaben ent­fernt und häufig auch noch vernäht. Dadurch soll der neu nachwachsende Nagel schmaler werden, allerdings ist die Rück­fallquote nach diesem Eingriff sehr hoch. Genauso schmerzhaft und häufig wenig erfolgreich ist die chirurgische Entfernung des gesamten Fußnagels. So kommt es nach der Emmert-Plastik und Nagelentfernung sehr häufig zu Rückfällen, auch nach mehreren operativen Eingriffen. Es kann zur Bildung narbiger Wülste und Wachstumsstörungen kommen, als Komplikationen sind diese leider weit verbreitet. Darüber hinaus ist der Patient häufig über mehrere Wochen eingeschränkt und auf Krücken angewiesen.

 

Moderne Alternative: Phenolkaustik

 

In unserer Praxis wird aus diesem Grunde ausschließlich die Phenolkaustik durchgeführt, welche in anderen Ländern, wie zum Beispiel in der Schweiz bereits gang und gäbe ist. Bei dieser innovativen Methode wird lediglich der wenige Millimeter breite Nagelstreifen, welcher seitlich eingewachsen ist, zur Tiefe entfernt. Daraufhin wird das sogenannte Matrixhorn, also die "Wurzel des Nagels" sehr gezielt verödet, indem es stark mit einer Lösung namens Phenolum liquefactum eingerieben wird. Es bildet sich nach Abheilung ein etwas schmalerer Nagel ohne jeden weiteren Defekt.

 

Die Rezidivrate (Wiederauftreten) ist bei dieser modernen Methode sehr niedrig und auch das kosmetische Ergebnis ist hervorragend und ohne sichtbare Narben. Darüber hinaus sind die Beschwerden und Schmerzen nach dem Eingriff sehr viel geringer, als zum Beispiel bei der herkömmlichen Methode mittels Emmert-Plastik. Die Patienten können ohne Krücken die Praxis verlassen und etwa 90% der Patienten haben nach der Operation keine oder nur sehr geringe Schmerzen.

 

Voroperierte Patienten

 

Ist der Patient bereits mit der Emmert-Plastik voroperiert oder wurde gar der gesamte Nagel gezogen und ist wulstig oder verformt nachgewachsen, so wird es für uns nicht ganz so einfach. In diesen Fällen bestehen leider meist sehr starke Entzündungen und tiefe Vernarbungen, teilweise ist der komplette Nagel sogar regelrecht deformiert. Auch in diesen meist ernsthaft vorgeschädigten Fällen erzielen wir häufig gute Ergebnisse, wenn auch die Wundheilung hier leider meist länger dauert. Wir geben auf jeden Fall unser Bestes, um Ihnen wieder dauerhaft zu einem schmerzfreien Leben zu verhelfen. 

 

Wie erhalte ich einen Termin?

 

Aufgrund der Spezialisierung der Praxis in mehreren Bereichen und des daraus resultierenden, sehr hohen Patientenandrangs, können wir derzeit in den meisten Bereichen keine neuen Patienten annehmen. Um dennoch Patienten mit eingewachsenen Zehennägeln eine Therapie zu ermöglichen, haben wir zur Kontaktaufnahme ein Formular entwickelt, über welches man sehr einfach mit der Praxis in Kontakt treten kann. Bitte füllen Sie daher zunächst IMMER das Kontaktformular aus, welchens sich ganz unten auf dieser Seite befindet.  Wir werden Sie daraufhin um Zusendung von Fotos bitten und dann beurteilen, ob der Phenolkausik-Eingriff bei Ihnen überhaupt möglich und sinnvoll ist. Wenn Sie von uns anhand der Fotos die Freigabe zum operativen Eingriff bekommen, können Sie im Anschluss telefonisch unter der Nummer 02191-963940 einen OP-Termin vereinbaren. 

 

Ablauf am Tag des Eingriffs

 

Wir wünschen uns, dass Sie sich wohl fühlen und möglichst wenig von dem Eingriff spüren! Ich empfehle daher allen Patienten, zusätzlich zur lokalen Anästhesie, die in der Praxis durchgeführt wird, eine Betäubungssalbe aufzutragen. Diese Salbe wird durch den Patienten selber etwa zwei bis drei Stunden vor der Operation aufgetragen, damit die Einstiche der Betäubungsspritze weniger oder oft auch kaum noch zu spüren sind. Vor der Operation erhalten Sie daher von uns eine E-Mail, in welcher wir den Patienten ganz genau erklärer, wie diese Betäubungssalbe korrekt aufgetragen wird.

 

Die meisten Patienten haben eine sehr weite Anreise und wünschen daher das Vorgespräch und die Durchführung des eigentlichen Eingriffs am gleichen Tag.

 

Im Patientengespräch am Tag der Operation schaue ich mir den Befund natürlich nochmals genau an und bespreche daraufhin mit dem Patienten den genauen Ablauf des Eingriffes. Der Patient hat nun Zeit, alle Fragen zu stellen, wird ausführlich über die Phenolkaustik Operation aufgeklärt und unterschreibt im Anschluss die Einverständniserklärung.

 

Vor der Operation wird der gesamte Zeh mittels Lokalanästhesie (Betäubungsspritze) betäubt, der Fuß wird auf einem Hocker hochgelagert und der Patient wartet in einem Nebenraum, bis die Betäubung nach mindestens einer halben Stunde wirsam ist. Der Pieks der Betäubungsspritze ist sehr gut auszuhalten, weil ja zuvor schon die Betäubungssalbe gewirkt hat. Im Anschluss findet dann im OP der eigentliche Eingriff statt, welcher nur wenige Minuten dauert. 

 

Nach der Operation erhält der Patient einen Verband und kann seine offenen Schuhe anziehen (z.B. Sandalen, Latschen oder Flip Flop). Der Patient kann daraufhin die Praxis ohne Krücken verlassen. Bei weiter Anreise empfehlen wir die Rückfahrt in Begleitung. Üblicherweise stellen wir für die Zeit nach der OP eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bzw. Schulbescheinigung für eine Woche aus.

 

Interessante weiterführende Informationen

 

Die Phenolkaustik war in einer vergleichenden Studie bzgl. der Rezidivrate bei Nagelresektionen anderen Methoden deutlich überlegen (Bos AM et al., Br J Surg 2007; 94; 292-96). Lesen Sie hierzu auch ein Meeting Abstract, veröffentlicht auf dem 130. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie.

 

Bitte lesen Sie ebenfalls die folgenden interessanten Artikel, insbesonderen die nachfolgende, sehr informative Veröffentlichung, erschienen in der Fachzeitschrift  Der Allgemeinarzt, 2014; 36 (8) Seite 44-48:

Interessante Informationen können Sie auch in dem nachfolgenden Fachartikel von Professor Haneke lesen. Lesenswert wird es für Betroffene unterhalb der Abbildung 3:

Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Phenolkaustik-OP um eine individuelle Gesundheitsleistung handelt, die nicht von der Krankenkasse bezahlt wird. Es fallen pro zu operierende Seite Kosten in Höhe von € 200,00 an.

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Bitte lesen Sie auch unsere Hinweise zum Datenschutz am Ende dieser Seite und unsere Datenschutzbestimmungen auf dieser Webseite.

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 Dariusch Mortazawi

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